Finanzierung des Studiums

Finanzierung des Studiums

Früher gab es gemeinhin dieses Bild des schlampigen Studenten. Der Typ, der sehr lange Haare hat, aber auch schon sehr lange keine Vorlesung mehr besucht hat. Der Typ, der ein paar Poster von Indie Rock Gruppen in seinem Zimmer hat und darauf achtet, dass sich das Geschirr in der Küche ordentlich stapeln lässt. Mit anderen Worten: Das könnte auch der bekannte Karteikarten Student gewesen sein. Ist dieses Bild noch aktuell? Die klare Antwort lautet: „Nein.“ Das Bild ist überhaupt nicht mehr aktuell, wenngleich es natürlich noch ein paar Personen gibt, die diesen persönlichen Kleidungsstil pflegen, nur eben dann nicht mehr in der Anzahl, in der es sie früher gegeben hat.

Heutzutage sehen Studenten nicht mehr ganz so typisch aus. Sie ähneln eher einem ganz normalen Bürger in ihrem Aussehen. Dass das nun möglich ist, hängt natürlich auch damit zusammen, dass Studenten mittlerweile ordentlich Geld zur Verfügung haben, was nicht immer der Fall war.

So gibt es jede Menge Beispiele, in denen deutlich wurde, dass sich die persönliche finanzielle Situation eines Studenten in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert hat. Das kann aber auch implizieren, dass es immer mehr reiche Menschen gibt, die versuchen sich akademisch ausbilden zu lassen. Oder vielleicht haben sie einfach eine bessere Finanzierung? Welche Modelle gibt es eigentlich? Was sind die Vor- und Nachteile von ihnen? Dieser Text klärt auf und eignet sich besonders für dich, wenn du dir über die Finanzierung deines Studiums noch nicht sicher bist.

Du gehst arbeiten

Diese Variante leuchtet sehr gut ein. Denn sie ist auch sehr einfach. Du suchst dir eine Arbeit, gehst ihr nach und bekommst Geld dafür. Dieses Geld kannst du dann nutzen, wenn du studierst. Du nutzt es für die Unterhaltskosten und die Lehrmaterialien, das Essen etc. Auf diese Weise finanzierst du dich selber und stehst noch mehr auf eigenen Beinen als dass du es durch das Studium schon eh machst. Dadurch ergeben sich einige Folgen, wovon zunächst die positiven besprochen werden.

via GIPHY

Du machst keine Schulden! Weißt du eigentlich wie viel Geld ein Studium im Jahr ungefähr kostet? Rechne mit ungefähr 1000€, die du aufbringen musst und zwar pro Monat versteht sich. Darin sind deine Miete, deine Essen, Unterhaltung und Lehrmaterialien enthalten. Neben den nicht vorhandenen Schulden gibt es noch einen zweiten Vorteil. Du bekommst jede Menge praktische Erfahrungen und kannst deinen Lebenslauf mit einer passenden Stelle verbessern. Klar ist aber auch, dass am Ende des Monats nicht viel übrig bleibt um zu sparen. Des Weiteren solltest du im Hinterkopf behalten, dass es oft so sein wird, dass du arbeiten musst am nächsten Tag und deshalb nicht zur Fete kannst.

Du bekommst ein Stipendium

Diese Möglichkeit steht nur wenigen jungen Menschen offen. Da sie an einige Bedingungen gekoppelt ist, die teilweise nur sehr schwer zu erfüllen sind. Natürlich ist es kein Problem, wenn du dir ein Parteibuch zulegst. Auch ein ehrenamtliches Engagement sollte kein Problem sein. Was aber oft ein Problem ist und das leider für sehr viele Menschen, ist die Leistungsbereitschaft. Ein Stipendium wird oft nur den Besten der Besten gewährt und Personen, die einen eher durchschnittlichen Schulabschluss gemacht haben, bekommen den Support eben nicht. Nichtsdestotrotz sollte man versuchen ein Stipendium zu bekommen, wenn man die Chance dazu hat, auch wenn die Chance nur sehr klein ist. Glücklicherweise gibt es sehr viele Stipendien und ihre Anzahl bleibt auf einem konstanten Level. Wenn du also Bedenken hast, ob du ein Stipendium bekommst, dann sehe dir die Optionen an und scheue auch keine Mühen dabei. Gut möglich, dass sich die besten Stipendien ziemlich weit unten verstecken.

Du leihst dir Geld

Als High Potential Student kannst du dir natürlich auch etwas Geld leihen. Vor ca. zehn Jahren gab es zum Beispiel einen regelrechten Run auf Studienkredite. Immer mehr Banken machten mit und vergaben Darlehen zu manchmal guten und manchmal schlechten Konditionen. Heutzutage sind die Studienkredite nicht mehr ganz so offensiv beworben, dennoch gibt es sie noch und manchmal sind sie die einzige Chance, die junge Menschen haben, um sich weiter zu bilden.

via GIPHY

Der Vorteil dieser Finanzierungsform liegt darin begründet, dass man sich sehr gut auf das Studium konzentrieren kann. Jeden Monat bekommt man einen Betrag und kann mit ihm die Kosten decken, die jeden Monat entstehen. Aber auch wenn die Vorteile schon ganz OK sind, sollte man als Kreditnehmer aufpassen, da die Bank das Geld natürlich zurück haben will und das dann mit Zinsen, die oft in einstelligen oberen Bereich liegen. Merke dir an dieser Stelle den Begriff Karenzzeit. Sie bezeichnet die Zeit, die du bekommst, um nach dem Studium eine Arbeit zu finden, mit der du dann den Kredit tilgen kannst. Manchmal werden nur sechs Monate gewährt. Dennoch sind auch zwölf Monate möglich, wenn man gut vergleicht.

Du bekommst BaFöG

Auch der Staat fördert dich und dass mit ein paar bunten Scheinen im Monat, von der Summe du aber nicht alles zurückzahlen musst. Du hast mehrere Jahre Zeit und jeden Monat muss man auch nur einen Betrag von 105€ zurückzahlen. Dazu kommt, dass die maximale Schuld auf 10.000€ gedeckelt ist. Allerdings richtet sich die Höhe des BaföGs manchmal auch nach dem Einkommen der Eltern. Dazu kommt, dass ein enormer Papierkram Aufwand entstehen wird, den viele Menschen vorab unterschätzt haben.

Dieser Text hat dir verschiedene Finanzierungsmodelle aufgezeigt und wird dir hoffentlich dabei helfen, die passende Möglichkeit zu wählen und erfolgreich zu studieren.